Jäger der erdähnlichen Welten
von Harald Zaun
ESA-Weltraumteleskop COROT startet in wenigen Wochen, um terrestrische ferne Exoplaneten zu entdecken

Auf der Spurensuche nach Exoplaneten könnte die Europäische Raumfahrtagentur ESA schon im nächsten Monat die alles entscheidende Zäsur markieren, indem sie den ersten erdähnlichen Planeten außerhalb des Sonnensystems ans Land zieht. Wenn die NASA im nächsten Jahr mit dem Kepler-Satelliten ihren ersten Jäger nach Exoplaneten in die Erdumlaufbahn schießt, wird das europäische Pendant COROT bereits eine neue Seite im Buch der bisher noch recht jungen Geschichte der Exoplaneten-Forschung aufgeschlagen haben. Noch im November soll COROT ins All starten und gezielt nach erdähnlichen Planeten suchen…und auch solche finden.
Wenn in ihren Fangnetzen ein kleiner Fisch zappelt, ist ihnen ein großer Fisch ins Netz gegangen. So könnte man die Lebensphilosophie der Planetenfischer, die nach terrestrischen Welten trachten, getrost umschreiben: Denn je kleiner und erdähnlicher die gefangene Beute, desto wertvoller der Fund, weil sich dadurch die Wahrscheinlichkeit auf biologisches Leben erhöht.
Bislang 210 Exoplaneten
Ausgehend von dieser Maxime fahnden und jagen Astronomen seit mehr als einer Dekade nach extrasolaren Sterntrabanten – mit einer erstaunlichen Erfolgsquote: Seitdem Michel Mayor und Didier Queloz vom Genfer Observatorium im Jahr 1995 bei dem Stern 51 Pegasi b den ersten Planeten einer Sonne entdeckten, beläuft sich der Katalog der Exoplaneten derzeit auf 210 bestätigte planetare Welten fernab des Sonnensystems – und es werden wöchentlich immer mehr.
mehr: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23760/1.html
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