Dienstag, Oktober 24, 2006

Alles Taktik, oder was?


Von Malte Lehming

Keiner freut sich mehr über den deutschen Atomausstieg als Wladimir Putin. Schon jetzt ist Deutschland abhängiger von Russlands Energielieferungen denn je. Falls es nicht gelingt, die Atomkraft bis 2020 komplett durch Sparen und regenerative Energien zu ersetzen – woran sich zweifeln lässt –, wird diese Abhängigkeit noch größer. Früher drohte Moskau mit Raketen, heute hat es seine Rohstoffe. Ganz grob gesagt, lässt sich daher das Verhältnis der deutschen Parteien zu Russland, Putin und Gasprom auf einen Nenner bringen: Wer unbedingt am Atomausstieg festhalten will, wie Grüne, SPD und Linkspartei, ist beim Thema Menschenrechte eher kleinlaut. Wer die Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängern, eventuell sogar neue bauen lassen will, wie Union und FDP, hat dagegen weniger Skrupel, in Richtung Moskau deutliche Worte zu formulieren.

mehr: http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/23.10.2006/2850078.asp

U2 move their assets out of Ireland


By Tom Peterkin

The rock band U2 came under criticism yesterday after reports that it has moved a portion of its multi-million-pound business empire out of Ireland for tax reasons.

The band, fronted by Bono, the anti-poverty campaigner, has reportedly transferred some of its publishing company to Holland.

Based in Dublin, U2 have long benefited from the artists' tax exemption introduced by Charles Haughey, the late prime minister. It is reported that the band's move has been made in response to a £170,000 cap on the tax-free incomes introduced in the last Irish budget.

more: http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2006/08/08/nbono08.xml

Samstag, Oktober 21, 2006

Deutsche BigBrotherAwards 2006

Wirtschaft



Der BigBrotherAward in der Kategorie Wirtschaft geht an: SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), stellvertretend an die deutschen SWIFT-Aufsichtsratsmitglieder Roland Böff (Senior Vice President, Bayerische Hypo- und Vereinsbank) und Wolfgang Gaertner (CIO, Deutsche Bank AG). SWIFT-Europa stellt den US-Behörden seit fast fünf Jahren über sein US-amerikanisches Operation-Center die Daten internationaler Banktransaktionen zur Verfügung. Dabei werden nicht nur die Daten weitergegeben, bei denen Konten in den USA betroffen sind, sondern SWIFT spiegelt auch seine innereuropäischen Daten zur Sicherung auf die Server von SWIFT-USA.

Politik


In diesem Jahr wurden in der Kategorie Politk zwei Preise verliehen: Die Mitglieder des 4. Landtags von Mecklenburg-Vorpommern erhalten den Preis für die gesetzliche Erlaubnis zur verdachtsunabhängigen Tonaufzeichnung in der Öffentlichkeit. Und die Bundes-Innenministerkonferenz für die Einrichtung einer zentralen "Anti-Terror-Datei".

Technik


Den Technik-Award darf dieses Jahr die Philips GmbH in Empfang nehmen: Für die Vorgabe, dass CD-Brenner ihre eindeutige Seriennummer auf den Rohling schreiben und damit eine Rückverfolgbarkeit von Datenträgern zum Brenner ermöglichen. Begründet wird dies mit der Notwendigkeit, Raubkopierer ermitteln zu wollen. Dabei ist es in Deutschland nicht strafbar, Musik-CDs oder Filme für den privaten Gebrauch zu brennen. Lediglich ein technisch wirksamer Kopierschutz darf nicht umgangen werden.

Behörden & Verwaltung


Für das Vorhaben, lebenslange Schüler-IDs einzuführen, ohne die individuellen Bildungsdaten an feste Zwecke zu binden und vor Missbrauch und unberechtigtem Zugriff zu schützen, erhält Kultusministerkonferenz der Länder den BigBrotherAward in der Kategorie Behörden und Verwaltung. Ob Statistiken über individuelle Schülerlaufbahnen die Bildungsmisere beseitigen sei dahingestellt - ohne die Beachtung grundlegender Datenschutzanforderungen (enge Zweckbindung, Zugriffsschutzkonzept, technische Schutzkonzepte, Löschkonzepte, Kontrollvorgaben) wird das Vorhaben jedenfalls zum Datenschutz-GAU.

Verbraucherschutz


Den Preis in dieser Kategorie hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) verdient - für die Warn- und Hinweisdateien der Versicherungswirtschaft, mit denen Versicherungen umfangreiche Daten von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern austauschen – nach geheimgehaltenen Kriterien, ohne ausreichende rechtliche Grundlage und ohne Wissen der Betroffenen.

mehr: http://www.bigbrotherawards.de/2006

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Reality checks: some responses to the latest Lancet estimates


by Hamit Dardagan, John Sloboda, and Josh Dougherty

A new study has been released by the Lancet medical journal estimating over 650,000 excess deaths in Iraq. The Iraqi mortality estimates published in the Lancet in October 2006 imply, among other things, that:

1. On average, a thousand Iraqis have been violently killed every single day in the first half of 2006, with less than a tenth of them being noticed by any public surveillance mechanisms;
2. Some 800,000 or more Iraqis suffered blast wounds and other serious conflict-related injuries in the past two years, but less than a tenth of them received any kind of hospital treatment;
3. Over 7% of the entire adult male population of Iraq has already been killed in violence, with no less than 10% in the worst affected areas covering most of central Iraq;
4. Half a million death certificates were received by families which were never officially recorded as having been issued;
5. The Coalition has killed far more Iraqis in the last year than in earlier years containing the initial massive "Shock and Awe" invasion and the major assaults on Falluja.

more: http://www.iraqbodycount.org/press/pr14.php

Der dreihundertmillionste US-Bürger ist geboren.


von Christoph von Marschall

Kurz vor 7 Uhr 46 Ostküstenzeit schalteten Amerikas TV-Sender am Dienstag- morgen nach Kalifornien. Seit Tagen hatten die Medien spekuliert, wen die Statistiker offiziell als 300-millionsten Einwohner präsentieren würden. Ginge es um die Kraft, die das Wachstum treibt, müsste es ein Immigrant aus Mittel- oder Südamerika sein. Aber wer wandert schon morgens um 7 Uhr 46 ein?

...

Die US-Bevölkerung wächst dynamisch. Amerika steht auf Platz drei nach China und Indien. Die Zahl der Russen sinkt rasch, die der Europäer stagniert. 1950 hatten die USA nur halb so viele Einwohner, 150 Millionen. 1967 waren es 200 Millionen. 2040 werden es 400 Millionen sein. Alle sieben Sekunden wird ein Kind geboren, alle 13 Sekunden stirbt ein Einwohner – zusammen mit den Einwanderern gibt es alle elf Sekunden einen Amerikaner mehr. Einwanderung ist aber die Hauptursache des Wachstums. Immigranten und ihre Kinder stellen 53 Prozent der letzten 100 Millionen Zuwachs. Ohne sie hätten die USA heute nur 250 Millionen Einwohner. Die Alteingesessenen betrachten die Entwicklung mit Sorgen. Laut Gallup sehen 39 Prozent darin ein „großes Problem“ und weitere 38 Prozent ein Problem. Für die Zukunft sprechen sogar 57 Prozent von einem „großen Problem“. Da ist die Angst, dass die USA ihre Identität verlieren. Der „melting pot“, der Schmelztiegel, der Einwanderer aus allen Weltgegenden mit der Zeit verlässlich zu Englisch sprechenden Amerikanern machte, verliert angesichts der großen Zahl von Hispanics an Kraft. Manche Gegenden im Süden sind heute de facto zweisprachig. Statistiker haben ausgerechnet, dass die Durchschnittsgröße der Amerikaner, die über Jahrzehnte gestiegen war, nun wieder schrumpfen wird. Hispanics sind kleiner. Angst basiert nicht immer auf Wissen. Nur zwölf Prozent der Amerikaner schätzen laut Gallup, dass die USA zwischen 250 und 350 Millionen zählen. 19 Prozenten meinen, es gebe über eine Milliarde Einwohner.

mehr: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/archiv/18.10.2006/2842501.asp

Mittwoch, Oktober 18, 2006

The Green-Big Tobacco Death Alliance


By Patrick Poole

It isn’t everyday that the environmental leftists gang up with an international tobacco conglomerate to advocate policies that are responsible for the deaths of millions of pregnant mothers and small children throughout the Third World over the past 30 years, so the occasion is worth noting. What has brought these two seemingly unlikely forces together? The recent decision by the World Health Organization (WHO) to reverse its 30 year-old ban on DDT for indoor use to combat malaria – one of the biggest killers of children in the Third World – after a mountain of scientific studies have repeatedly found that DDT is safe, inexpensive and the best way to eradicate mosquitoes that carry the malaria parasite. This move by WHO follows a decision by USAID in May of this year to begin funding malaria control projects in Ethiopia, Mozambique and Zambia as part of President Bush’s $1.2 billion five-year plan to reduce malaria mortality rates by 50 percent in 14 Sub-Saharan African countries.

This reversal by WHO flies in the face of the 2001 Stockholm Convention on Persistent Organic Pollutants, which calls for the eventual elimination of DDT and has been signed by 122 countries (the U.S. Senate has not ratified the treaty). However, many countries that face regular malaria outbreaks have refused to sign the accord, or, like Tanzania, are beginning to use DDT despite being signatories to the Convention.

During the negotiations over the Stockholm Convention, more than 300 environmental groups, including the World Wildlife Fund (WWF), Sierra Club, Greenpeace, the Pesticide Action Network, and Physicians for Social Responsibility had pushed for a total worldwide ban on DDT. Under pressure from representatives of the Third World who argue for the necessity of using DDT to fight malaria, Greenpeace and WWF has since softened their stand. Greenpeace co-founder Patrick Moore has spoken in favor of using DDT for malaria control, though the WWF still publicly advocates for a total DDT ban

DDT was the victim of one of the first eco-hysteria scares following the 1962 publication of Rachel Carson’s book, Silent Spring, which warned that DDT threatened bird populations and larger animals up the food chain, including humans. Several environmental organizations, such as the Environmental Defense Fund, were founded to combat the supposed threat posed by DDT. Rachel Carson is today hailed as one of the founders of the environmental movement and has been honored on a US postage stamp, even though her research has subsequently been characterized by scientists as “fraud”.

more: http://www.frontpagemag.com/Articles/ReadArticle.asp?ID=24844

Dienstag, Oktober 17, 2006

Für ein genfreies Wien


von Torsten Werner

Herrliche Realsatire, leider habe ich nicht die genannte Kampagne selbst gefunden: http://www.tewa.com/index.php?l1_id=277&l2_id=462&l3_id=464. Ich frage mich allerdings, woher kommen die Gene, wo Österreich doch schon atomfrei ist: Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich. Und wieso sind immer nur alle gegen Atome und Gene? Was ist mit den marodierenden Molekülen, über die alle Welt schweigt? Fällt das nicht langsam unter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz?

Jäger der erdähnlichen Welten

von Harald Zaun

ESA-Weltraumteleskop COROT startet in wenigen Wochen, um terrestrische ferne Exoplaneten zu entdecken



Auf der Spurensuche nach Exoplaneten könnte die Europäische Raumfahrtagentur ESA schon im nächsten Monat die alles entscheidende Zäsur markieren, indem sie den ersten erdähnlichen Planeten außerhalb des Sonnensystems ans Land zieht. Wenn die NASA im nächsten Jahr mit dem Kepler-Satelliten ihren ersten Jäger nach Exoplaneten in die Erdumlaufbahn schießt, wird das europäische Pendant COROT bereits eine neue Seite im Buch der bisher noch recht jungen Geschichte der Exoplaneten-Forschung aufgeschlagen haben. Noch im November soll COROT ins All starten und gezielt nach erdähnlichen Planeten suchen…und auch solche finden.

Wenn in ihren Fangnetzen ein kleiner Fisch zappelt, ist ihnen ein großer Fisch ins Netz gegangen. So könnte man die Lebensphilosophie der Planetenfischer, die nach terrestrischen Welten trachten, getrost umschreiben: Denn je kleiner und erdähnlicher die gefangene Beute, desto wertvoller der Fund, weil sich dadurch die Wahrscheinlichkeit auf biologisches Leben erhöht.

Bislang 210 Exoplaneten

Ausgehend von dieser Maxime fahnden und jagen Astronomen seit mehr als einer Dekade nach extrasolaren Sterntrabanten – mit einer erstaunlichen Erfolgsquote: Seitdem Michel Mayor und Didier Queloz vom Genfer Observatorium im Jahr 1995 bei dem Stern 51 Pegasi b den ersten Planeten einer Sonne entdeckten, beläuft sich der Katalog der Exoplaneten derzeit auf 210 bestätigte planetare Welten fernab des Sonnensystems – und es werden wöchentlich immer mehr.

mehr: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23760/1.html

Montag, Oktober 16, 2006

Astronauten-Snack mit garantiertem Mundgeruch


von Spiegel online

Pastete aus der Tube, Schinkenpillen zum Lutschen - die Südkoreaner wollen ihren ersten Astronauten traditionellere Snacks mit ins All geben: das berüchtigte Kimchi. Was in Südkorea als Delikatesse gilt, könnte bei anderen Mitfliegern für Proteste sorgen.

mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,442749,00.html

ODF Add-in for Microsoft Word


The goal for this project is to provide an Add-in to Microsoft Word 2007 to allow opening and saving OpenDocument format (ODF) files.

The converter is based on XSL transformations between two XML formats, along with some pre- and post-processing to manage the packaging (zip / unzip), schema incompatibility processings and the integration into Word 2007. We chose to use an Open Source development model that allows developers from all around the world to participate & contribute to the project.

Along with the Add-in for Microsoft Word 2007, we also provide a command line translator that allows doing batch conversions. This translator could also be run on the server side for certain scenarios.

more: http://odf-converter.sourceforge.net/index.html

Custom OO Shapes


You love OpenOffice, but you still use Visio to make drawings. Why? Because none of the shapes you need are easily available. Until now.

Custom OO Shapes is a repository of custom shapes you can use with OpenOffice Draw. The following shapes are available:

Basic Network Shapes, Fasteners, Computer and Network Symbols, Cable Connectors, Home Entertainment

more: http://www.lautman.net/mark/coo/index.html

Fluchtpunkte der Lust


Von Amira El Ahl und Daniel Steinvorth

Sex ist in den konservativen islamischen Staaten ein Tabu. Junge, unverheiratete Paare müssen sich heimliche Oasen der Erotik suchen. Bücher und Theaterstücke, die sich dem allzu menschlichen Thema widmen, erregen den Zorn der religiösen Gralshüter und geraten schnell auf den Index.

Rabat, Marokko. Jeden Abend muss Amal, der Tintenfischverkäufer, mitansehen, wie an seinem Strand die Sünde einkehrt. Sie kommt in Gestalt händchenhaltender Pärchen, die zum Küssen hinter den hohen, zinnenbewehrten Kaimauern im Hafenviertel der Stadt verschwinden. Einige balancieren auf glitschigem Geröll und Tang, um sich einen Platz ganz nah am Atlantischen Ozean zu sichern und in der Dämmerung zu kuscheln. Die Luft schmeckt nach Salz und Haschisch. Manchmal, sagt Amal, finde er am nächsten Morgen Kondome im Sand. Dann wünscht er sich, dass die Verdorbenen, die Schamlosen und Sündhaften - die ja noch nicht einmal verheiratet sind - in der Hölle schmoren mögen.

mehr: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,442625,00.html

Sonntag, Oktober 15, 2006

Bauern im Niger erobern Sahara zurück


von Handelsblatt

Durch systematische Aufforstung erobern sich Bauern im Niger Teile der Sahara zurück: In den vergangenen 20 Jahren sei dadurch ein Gebiet von drei Mill. Hektar wieder begrünt worden, berichtet das britische Magazin „New Scientist“ (Nr. 2 573, S.11) in seiner Ausgabe vom kommenden Samstag.

Auf 250 000 Hektar sei bereits wieder Landwirtschaft möglich. Das entspricht der Größe des Saarlands. Bis in die frühen 1980er Jahre war die Wüste in dem afrikanischen Staat wegen fortschreitender Abholzung immer weiter gewachsen. Das Wiederanpflanzen einer Akazienart (Faidherbia albida) wurden Mitte der 1980er Jahre gestartet. „Die Erfolge sind umwerfend“, sagte Chris Reij von der Freien Universität Amsterdam, der die Ergebnisse vor kurzem auf einer Fachkonferenz in Niger präsentierte: Wo vor 20 Jahren auf verdorrtem Land kaum noch ein Baum stand, seien es nun 50 bis 100 Bäume pro Hektar.

mehr: http://www.handelsblatt.com/news/Technologie/Forschung-Innovation/_pv/_p/203116/_t/ft/_b/1148147/default.aspx/-bauern-im-niger-erobern-sahara-zurueck.html

Peinlicher Fehler im Klimamodell


Von Volker Mrasek

Hochwasser, heftige Niederschläge, extreme Hitzewellen: Eine aufwendige Klimasimulation, im April vorgestellt vom Umweltbundesamt, sagte dramatische Folgen des Klimawandels für Deutschland voraus. Jetzt aber stellt sich heraus: Das teure Rechenwerk ist fehlerhaft.

mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,442446,00.html

Das rechte Europa

von Kölner Stadt-Anzeiger


Was sind die Besonderheiten rechter Parteien, was verbindet sie europaweit? Die Korrespondenten des „Kölner Stadt-Anzeiger“ beschreiben die spezielle Situation in wichtigen europäischen Ländern.

mehr: http://www.ksta.de/html/seiten/1160738723137/

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Ökologische Agrarforschung braucht keinen Aberglauben


Von Thomas Deichmann

Das erst vor einigen Monaten in Kassel-Witzenhausen ins Leben gerufene "Fachgebiet Biologisch-dynamische Landwirtschaft" dürfte beim Wissenschaftsrat auf wenig Gegenliebe stoßen, denn mit einem modernen Verständnis von Naturwissenschaften ist diese Initiative schwerlich in Einklang zu bringen. Hinter dem in Witzenhausen gehuldigten Begriff "Biodynamik" steht nämlich unverblümt das esoterisch-okkulte Weltbild von Rudolf Steiner (1861-1925), dem Begründer der Anthroposophie. Als Leitbild des neuen Fachgebiets wurde ein Zitat von Steiner gewählt. Auf Grundlage seiner Lehren bemüht man sich nun, die landwirtschaftliche Praxis mit dem zu "verbinden, was für unsere normalen fünf Sinne verborgen ist". Entsprechend sind die Lehrinhalte und Forschungsprojekte ausgewählt worden. Sie widmen sich dem "Unsichtbaren": Es geht um die "Mondrhythmen im Pflanzenwachstum", eine Doktorandin beschäftigt sich mit der "Bildekräfteforschung (auch Lebens- oder Ätherkräfte genannt) mit übersinnlichen Methoden nach Dorian Schmidt". Über diesen anthroposophischen Methodenlehrer erfährt man in einem Essay zum Thema "Biogas" in der Zeitschrift Lebendige Erde (4/2006), er habe "mit übersinnlichen Erkenntnismethoden" gezeigt, "dass die astralischen Kräfte des Rindermistes bei der Vergärung aus dem Mist herausgetrieben werden." Zur "biologisch-dynamischen Landwirtschaft" nach Steiner zählt auch das Vergraben von Kuhhörnern im Acker bei Vollmond.

Die obskuren Wahnvorstellungen Steiners im Agrarbereich, denen man in Witzenhausen gerecht werden möchte, sind eingebettet in ein nicht minder sonderliches Weltbild. Danach vollzog sich die Menschheitsentwicklung nacheinander auf sieben "Planeten". Laut Steiner gab es keine Evolution. Vielmehr bildeten sich irgendwann "Lemurier" und "Atlantier" heraus, und aus letztgenannten die "Arier", zu denen der große Meister sich selbst und die kultivierten Westeuropäer zählte - nicht aber die "verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Welt bewohnen".
Im wahrsten Sinne des Wortes befremdlich erscheint es, dass derart vor-aufklärerisches Treiben auf Grundlage dubioser Hirngespinste eines Gurus mittlerweile an staatlichen Hochschulen beheimatet ist und von dort umso leichter seinen Weg in die einflussreiche deutsche Ökologisten-Szene findet. Die Hartnäckigkeit mit der hierzulande von Protestorganisationen die modernen Biowissenschaften bekämpft werden, scheint sich nicht zuletzt auch von der Nähe zumindest einiger dieser Vereine zum Steinerschen Fanatismus zu nähren.

Nimmt man beispielsweise einige der in den letzten Jahren von Greenpeace ins Rennen geschickten und zitierten "Gentechnikexperten" unter die Lupe, so fällt es nicht schwer, Verbindungen nach Witzenhausen oder in Richtung Anthroposophie zu finden: Greenpeace-"Gentechnikexperte" Alexander Hissting agierte schon als Mitarbeiter am Fachbereich "Ökologische Agrarwissenschaften" in Kassel für die "gentechnikfreie Landwirtschaft". Martin Hofstetter, seit April 2006 bei Greenpeace, war ebenfalls an diesem Fachbereich tätig. "Gentechnikexperte" Christoph Then ist in Witzenhausen auch bekannt und scheint der "biodynamischen Landwirtschaft" der Steinerschen Lehre offen zugewandt. Im Rahmen einer Anthroposophen-Veranstaltung referierte er im Februar 2006 über "Biologisch-dynamische Entwicklung und Gentechnikkampf". Ein anderer von Greenpeace genannter "Experte", Benedikt Haerlin, ist aktiv für "Save our Seeds" und die "Zukunftsstiftung Landwirtschaft", die eine Witzenhausener "Stiftungsprofessur Biologisch-Dynamische Landwirtschaft" ermöglichte. Diese Professur wurde im März 2005 dem Holländer Ton Baars zugesprochen, der davor etwa 20 Jahre lang am niederländischen Louis-Bolk-Institut aktiv war, das ebenfalls der anthroposophischen Lehre zugeneigt ist.

mehr: http://www.gruene-biotechnologie.de/inhalte/tdagrfor.html

Carnage from a computer




WE ARE USED to politicians suppressing the truth. When scientists do it as well, we are in trouble. Not one of the Government’s senior advisers, from Sir David King, the chief scientist, downwards, has yet dared to confirm in public what most experts in private now accept, that the mass slaughter of farm animals in the 2001 foot-and-mouth outbreak was not only unnecessary and inhumane, but was also based on false statistics, bad science and wrong deductions.

The mistakes that were made in attempting to control the outbreak are laid bare in a devastating paper recently compiled by Paul Kitching, one of the world’s leading veterinary experts, and published by the World Organisation for Animal Health. It finds that, of the ten million animals slaughtered, more than a third were perfectly healthy; out of the 10,000 or so farms where sheep were killed, only 1,300 were infected with the disease; scientists were wrong to claim that the FMD virus was being spread through airborne infection; the epidemic had reached its peak before the culling began; the infamous 3km killing zone was without justification; estimates of infected premises were little better than guesswork.

more: http://www.timesonline.co.uk/article/0,,3284-2398111,00.html

I'm oppressed, you're oppressed, we are all oppressed: the victim culture


By Anthony Browne

THE vast majority of people in Britain are officially oppressed, according to a report that claims we have become a “nation of victims”.

The study calculates that 73 per cent of Britons are members of officially recognised “victim groups”, including the disabled, women, ethnic minorities and homosexuals. Each group is given government support, including protective legislation.

The report, We’re (Nearly) All Victims Now, by the socially conservative think- tank Civitas, gives warning that the rise of a “victimocracy” undermines democracy because people are no longer considered equal under law.

“We have become a nation of victims,” it says. “Victimhood today is a political status that is sought after because of the advantages it brings, including preferential treatment in the workplace, the possibility of using police power to silence unwelcome critics, and financial compensation. To be classified as a victim is to be given a special political status, which has no necessary connection with real hardship or oppression.”

more: http://www.timesonline.co.uk/article/0,,2-2394841,00.html

Montag, Oktober 09, 2006

DuMont gewinnt im „Spiegel”-Prozess


Das Magazin „Der Spiegel“ ist vom Landgericht Köln verurteilt worden, unwahre Behauptungen über den Verlag M. DuMont Schauberg und die Familie Neven DuMont zu unterlassen. In dem Artikel „Klüngeln im Krieg“ vom 13. Februar 2006 war Verlag und Familie unter anderem vorgeworfen worden, von Enteignungen jüdischer Nachbarn profitiert zu haben und zu den Profiteuren der „Arisierungen“ zu zählen. Ferner muss der Spiegel in seinem redaktionellen Teil eine zentrale Behauptung widerrufen, die in dem Artikel aufgestellt wurde.

Der „Historiker und Journalist“ Ingo Niebel, auf dessen Angaben der „Spiegel“-Artikel fußte, hat unterdessen in einer eidesstattlichen Versicherung gravierende Fehler bei seinen Recherchen zur Geschichte von M. DuMont Schauberg eingestanden. Ihm seien bestimmte Passagen in der von ihm selbst gefundenen Akte beim „zu raschen Durchblättern“ entgangen. Heinz Kiegeland, Sprecher der Geschäftsführung bei M. DuMont Schauberg, sagte nach der Urteilsverkündung: „Wir empfinden Genugtuung über die Entscheidung des Gerichts im Hauptsacheverfahren. Wir sind in allen wesentlichen Punkten bestätigt. Angemessen wäre es gewesen, wenn der »Spiegel« ohne rechtlichen Druck zu den offensichtlichen Fehlern in seinem Artikel gestanden hätte.“

mehr: http://www.ksta.de/html/artikel/1160025620418.shtml

Der Papst hat Recht


Interview

Die in Somalia geborene Intellektuelle Ayaan Hirsi Ali über die Gewalttätigkeit des Islam, die Blindheit der Europäer und ihre persönliche Ablösung von der Religion.

mehr: http://www.profil.at/index.html?/articles/0640/560/153345.shtml

Sonntag, Oktober 08, 2006

Kampagnen gegen die Grüne Gentechnik entbehren wissenschaftlicher Grundlage


Die Grüne Gentechnik bietet für die Entwicklungsländer große Chancen. Ein internationaler Workshop der Akademienunion erarbeitete eine unabhängige Stellungnahme

Nicht ideologische Grundhaltungen, sondern ausschließlich wissenschaftlich überprüfte Fakten sollten die Diskussion um die Grüne Gentechnik bestimmen. Mit dieser Forderung endete am 27. Mai 2006 in Berlin ein internationaler Workshop, zu dem die Akademienunion im Auftrag des „InterAcademy Panel“ (IAP) eingeladen hatte. Es wurde ein unabhängiges Statement zur Bedeutung gentechnisch veränderter Nahrungsmittelpflanzen für die Entwicklungsländer erarbeitet. Falls die 92 dem IAP weltweit angehörenden Wissenschaftsakademien die Stellungnahme unterschreiben, wird sie offiziell als Stellungnahme der internationalen Wissenschaft auf der Generalversammlung des IAP im Dezember dieses Jahres in Kairo verkündet.

Die Delegierten aus China, Ägypten, Indien, den USA und Europa haben sich in ihrem Entwurf auf folgende Hauptpunkte geeinigt:


  1. Lebensmittel aus geprüften, gentechnisch veränderten Kulturpflanzen sind sicher für Mensch und Tier.

  2. Sie sind keine Gefahr für die Umwelt.

  3. Nicht nur große Unternehmen, sondern vor allem kleine Bauern profitieren von den gentechnisch veränderten Kulturpflanzen. Die Technologie trägt dazu bei, dass die Armut der Kleinbauern in Entwicklungsländern abgemildert wird.

  4. Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten Pflanzen und ökologische Landwirtschaft bilden keine unüberbrückbaren Gegensätze.

  5. Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen können einen wesentlichen Beitrag zu einer quantitativ und qualitativ besseren Versorgung mit Lebensmitteln leisten.

  6. Bauern und Konsumenten in aller Welt sollten frei wählen können, ob sie gentechnisch veränderte Kulturpflanzen anbauen bzw. konsumieren möchten.



mehr: http://www.akademienunion.de/pressemitteilungen/2006-06/index.html

Das Erzeugen von Angst als Methode


Deutschland. - Auf Webseiten und in Newslettern der mobilfunkkritischen Szene ist derzeit ein bedenklicher Trend zu beobachten. Angeblich werde, so heisst es, von immer mehr Ärzten in Deutschland eine Häufung von Erkrankungen beobachtet, die durch Mobilfunk-Sendestationen verursacht worden sein sollen.

In der Szene kursiert z.B. die Untersuchung einer Bamberger Ärztin. Diese stellte jüngst der mobilfunkkritischen Zuhörerschaft in mehrseitigen Fallberichten gesundheitliche Details von Einwohnern der Ortschaften Icking, Haibach und Bruchhof zur Verfügung(1).

Die geschilderte Palette an Krankheiten und Symptomen, die im Zusammenhang mit der Nähe der Wohnungen zu Mobilfunksendern stehen sollen, umfasse demnach vielerlei Beschwerden, die es allerdings auch ohne Mobilfunk bereits gegeben hat. Dazu gehören z.B. allgemeine Schlafstörungen, Schwitzen, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall in der Schule, Reizbarkeit, Aggressivität, depressive Stimmung, häufige Infekte, Allergien oder Sehstörungen, aber auch lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs. Auch Störungen bei Pflanzen und Tieren werden aufgeführt.

- Wie man eine neue Krankheit erfindet -

Der Trick: In Ermangelung schlüssiger Beweise, die einen Zusammenhang der angeblich epidemisch auftretenden Krankheitssymptome mit der Existenz von Mobilfunksendern herstellen könnten, versuchen harte Mobilfunkkritiker seit einiger Zeit, Krankheiten und Befindlichkeiten, die wahrscheinlich schon seit Menschengedenken Begleiterscheinungen menschlicher Existenz sind, als ein angebliches "neuartiges Krankheitsbild" zu verkaufen und dem Einfluss von Mobilfunkstrahlung zuzuschreiben.

Die vorgeblich "neuartigen Krankheitsbilder" erinnern an Berichte über Strahlenerkrankungen nach Atomkraftunfällen. Sie erweisen sich aber bei näherem Hinsehen als willkürlich zusammengepuzzeltes Zerrbild, mit dem eine allgemeine Gefahr suggeriert wird. Die Bevölkerung unterliege einer permanenten Bestrahlung durch Mobilfunksender, einer "Zwangsbestrahlung", wie manche Mobilfunkgegner betonen. Somit stehe die Volksgesundheit insgesamt auf dem Spiel, so lautet die Botschaft.

mehr: http://de.indymedia.org/2006/09/156648.shtml

The Lyman et al Paper “Recent Cooling In the Upper Ocean” Has Been Published


The paper by John M. Lyman, Josh K. Willis and Gregory C. Johnson entitled “Recent cooling of the upper ocean” has appeared in Geophysical Research Letters. This paper has already been discussed on Climate Science (see and see).

This Climate Science weblog is written to alert readers to where the data can be accessed to explore this issue further, as well as look at the latest data as it becomes available. This information is available from these sites [see, see and see].

There is also the issue as to how this important article has been covered in the media. The NASA Press release is available (see). This press release is entitled “Short-Term Ocean Cooling Suggests Global Warming ‘Speed Bump’”. An excerpt from the report states,

“The recent changes in ocean temperature run deep. A small amount of cooling was detected at the ocean’s surface, consistent with global measurements of sea-surface temperature. The maximum amount of cooling was at a depth of about 1,300 feet, but substantial cooling was still observed at 2,500 feet, and the cooling appears to extend deeper.

Lyman said the cause of the recent cooling is not yet clear. Research suggests it may be due to a net loss of heat from the Earth. ‘Further work will be necessary to solve this cooling mystery,’ he said.”

This mystery is a critical question, as it is not known if this is just a “speed bump”, or indicates that we have a poorer understanding of the climate system, even in terms of global average radiative heating, than has been advocated by the international climate assessments such as the IPCC.

more: http://climatesci.atmos.colostate.edu/2006/09/29/the-lyman-et-al-paper-recent-cooling-in-the-upper-ocean-has-been-published/
and http://www.agu.org/pubs/crossref/2006/2006GL027033.shtml

Mit Pfeil und Hormonen gegen die Koala-Schwemme


Sie sind das knuffigste Maskottchen Australiens und eine echte Plage dazu. Weil Koalas eine Insel vor der Südküste kahlzufressen drohen, greifen Zoologen zu Pfeilen mit Verhütungsmitteln - anders können sie die Tiere in den Baumwipfeln sonst kaum erreichen.

mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,440330,00.html

Das Eva Herman


Zur Buchmesse in Frankfurt sind viele Bücher von Promis erschienen. Auch Eva Hermans Buch ist darunter. Und nicht nur Frauenrechtler wettern gegen das Buch: Auch der Buchdeckel, wahrscheinlich gestaltet vom Thalia-Verlag, verdient Kritik. „Das Eva Prinzip“? Ach ja, das hatte ich ja ganz vergessen. Neuerdings scheint es ja Mode zu sein, einfach mal einen Bindestrich zuvergessen. „Eva Herman plädiert für eine Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter“. Ich empfehle dem Verlag eine Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Rechtschreibung.

mehr: http://www.deppenleerzeichen.de/?p=279

Deutlich weniger Tote durch Tschernobyl als befürchtet


Expertenbericht zu Langzeitfolgen

Die bisher grösste Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 19 Jahren hat nach einer neuen Studie weniger Tote gefordert als bisher befürchtet. Nach dem am Montag in Wien vorgestellten Bericht von 100 Wissenschaftern für das Tschernobyl-Forum der IAEA sind an direkter Strahlung 56 Personen gestorben.

mehr: http://www.nzz.ch/2005/09/05/al/newzzED919N58-12.html

und: http://www.maxeiner-miersch.de/standp2005-05-04a.htm